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Cross Age Peer Tutoring in Physics -

Ältere SchülerInnen arbeiten mit jüngeren SchülerInnen

Dieses Sparkling Science Projekt soll es ermöglichen ein völlig neuartiges Unterrichtskonzept im Physikunterricht zu erproben und zu erforschen.

Ältere SchülerInnen sollen als TutorInnen mit jüngeren SchülerInnen (Tutees) zu ausgewählten Themen arbeiten, nämlich der Elektrizitätslehre (1. Projektjahr) und der Optik (2. Projektjahr).

Diese beiden Bereiche der Physik sind bereits im Hinblick auf Schülervorstellungen gut untersucht. Es zeigt sich dabei, dass diese Vorstellungen oftmals in krassem Widerspruch zu den wissenschaftlichen Vorstellungen sind, ja eine Entwicklung dieser sogar behindern können.

Andererseits kennt man die Methode des Cross Age Peer Tutoring aus vielen Situationen, sei es im Sprachunterricht, beim Erwerb von Leseverständnis, oder bei Wiederholungskursen, wie sie in vielen Schulsystemen international gebräuchlich sind. Dabei steht heutzutage im Vordergrund, dass SchülerInnen miteinander besser „auf Augenhöhe“ kommunizieren können und es so zu einem authentischeren Austausch kommt, als es jemals mit Erwachsenen geschehen kann. Die zahlreichen Vorteile dieser Methode liegen unter anderem darin, dass soziale Kompetenzen, ebenso wie fachliche, von allen Beteiligten erworben werden und sich sowohl begabte SchülerInnen, als auch mittelmäßige gut einbringen können. Somit ist dieses Projekt geschaffen dafür alle SchülerInnen anzusprechen und zu einer aktiven Beteiligung anzuspornen. 

Das Innovative an diesem Projekt ist, dass hier die Unterrichtsmethode Cross Age Peer Tutoring in Verbindung mit Physik untersucht werden soll.

SchülerInnen erhalten zunächst eine Einschulung (Mentoring), die von Studierenden des Lehramtes und den ProjektmitarbeiterInnen durchgeführt werden soll. Dabei sollen neben methodischen Werkzeugen auch eigene Vorstellungen thematisiert werden.  Durch die Zusammensetzung der Gruppe wollen wir erreichen, dass ein intensiver Kontakt zur Universität aufgebaut wird. Gleichzeitig sollen sich sie SchülerInnen als gleichwertige PartnerInnen im Forschungs- und Unterrichtsprozess sehen, die selbst forschen, eigene Ideen einbringen und mitgestalten können. Diese Aussicht stieß bei SchülerInnen auf großes Interesse („Wow, was wir alles dürfen“) und soll Autonomie und Kompetenz fördern. Wir erhoffen uns aufgrund der Nähe zwischen Tutoren und Tutees einen besseren Einblick in den Aufbau von Konzepten der SchülerInnen zu erhalten. Tutoren bekommen im Gegenzug Einblick in die Werkzeuge und Methoden wissenschaftlicher Forschung. Gleichzeitig begleiten die LehramtsstudentInnen das Projekt auch wissenschaftlich, indem sie durch zahlreiche Fragestellungen die Prozesse analysieren, die beim Tutoring stattfinden. Hier soll das große Altersspektrum der Kinder (Kindergarten bis Sekundarstufe II) zu einer Vernetzung der Studierenden der verschiedenen Ausbildungszweige beitragen. Aus Sicht der fachdidaktischen Forschung erhält das AECC Physik die Möglichkeit ein international relativ unbearbeitetes Gebiet zu erforschen und Schülervorstellungen zu validieren.

Am Ende jeden Schuljahres sind Treffen vorgesehen, bei denen die Durchführung und die Inhalte des Projektes evaluiert werden sollen. Dieses Feintuning soll die Umsetzung so weit anpassen, dass es in Zukunft vielleicht möglich ist, diese Unterrichtsmethode nachhaltig in den Unterricht zu implementieren.


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