Ansätze zur didaktischen Neukonzeption des Schulversuchspraktikums


Ab September 2014 wird an der Universität Wien für die Ausbildung der Studierenden des Lehramtes auch im Unterrichtsfach Physik erstmals ein Bachelorcurriculum eingeführt.
Dieses ist in 17 Module gegliedert und soll die Basis für das zugehörige Masterstudium bilden. Der Rahmen des neuen Curriculums sieht vor, dass Absolventen und Absolventinnen des Lehramtsstudiums Physik über fachliche Kompetenz in allen zentralen Gebieten der Physik verfügen, sowie die erforderlichen didaktischen Kompetenzen erwerben.
Im Bachelorstudium soll auf das Seminar zur Einführung in die Fachdidaktik, das Schulversuchspraktikum mit Begleitseminar folgen. Diese Lehrveranstaltungen werden im nachfolgend beschriebenen Dissertationsprojekt hochschuldidaktisch neu konzipiert und kriterienbasiert evaluiert.

Ziel ist es, basierend auf aktuellen internationalen und nationalen Forschungsergebnissen der Physikdidaktik, eine didaktische Strukturierung zu finden, welche Studierende befähigt, Unterrichtsthemen fachlich zu analysieren, didaktisch zu rekonstruieren und theoriegeleitet zu reflektieren.
Diese Entwicklungsarbeit wird am österreichischen Schulalltag orientiert um eine adäquate Lernumgebung „Schulversuchspraktikum“ zu schaffen. Es wird angestrebt die Entwicklung fachdidaktischen Wissens von Lehramtsstudierenden, aufbauend auf der Arbeit von Ingrid Krumphals, zu unterstützen.
In diesem Kontext sind folgende Forschungsfragen zentral:
- Wie muss das Schulversuchspraktikum fachdidaktisch strukturiert werden, um oben genannten Ziele innerhalb der Rahmenbedingungen gerecht zu werden?
- Wie verändert sich das fachdidaktische Wissen der Lehramtsstudenten durch das neue Schulversuchspraktikum?

Bei Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich bitte an Brigitte Wolny.